Bogenjägertage des VSBJ 

 

Der VSBJ durfte dieses Jahr für die Durchführung der Bogenjägertage Gastfreundschaft der Bowhunter Saanenland in Anspruch nehmen. Der toll angelegte Parcours des Gastgebervereins  begeisterte mich als Neuling genau wie auch die alten Hasen. Erfreulich viele haben den Weg ins Saanenland gefunden. Die Männer waren gut vertreten am Wochenende, wir Frauen waren klar in der Unterzahl, leider. 

 Der Samstagmorgen startete mit der Generalversammlung des Verbandes.

Nach dem anschliessenden Vortrag von Chris Mozolowski über die Einflussfaktoren für die Tiefenwirkung eines Pfeils im Körper des Wildes , verteilten wir uns auf die diversen Workshops:      

Und so zum Beispiel konnte mit Hilfe einer von Jürg Bürkle selber gebauten  Wurfmaschine  , unter viel Gelächter und mit eher mässigen Erfolg,  mit den Flu Flu Pfeilen «Federwild» erlegt werden. 

Beim Workshop «Bogenjagd mit dem Treestand» teilten wir uns in Anfänger und Fortgeschrittene auf. Ich als Anfängerin war ziemlich skeptisch, wie ich überhaupt den Baum erklimmen soll. Nach den umfangreichen und kompetenten Erläuterungen durch Martin Hänni erwies sich aber das Erklettern eines Baumes auch für Anfänger als weniger schlimm als befürchtet. Als ich dann an der Reihe war, war ich schon etwas nervös. Oben angekommen war es absolut toll. Ich konnte dann noch einige Pfeile abschiessen. Nach dem Abstieg war klar, so einen Treestand brauch ich auch. Die Nachwehen des Baumkletterns machten sich dann Montags in Form eines ordentlichen Muskelkaters bemerkbar.

Die Fortgeschrittenen befassten sich zu dieser Zeit mit Themen wie Optimierung des Materials oder Standtarnung . Unter Anleitung und Aufsicht von Robin Mozolowski wurden auch diverse spezielle Situationen geübt: Korrekturen an der Treestand-Einstellung während des Kletterns  oder: Wie kann ich mir helfen, wenn mir die Standplatform plötzlich herunterrutscht?                    

Nach der Kletterpartie lauschten wir gespannt Tobias Brehm zu, wie man fachgerecht ein von Martin erlegtes (leider nicht mit dem Bogen..) Reh zerlegt. Im Grunde gar nicht so schwer, vor Allem wen man Metzger ist 😊 Das Reh wurde dann auch gleich zu unserem Abendessen verarbeitet. Es gab diverse Rehstücke vom Grill, sowie ein grosses Salatbuffet. 

Bis spät in den Abend wurde an den Tischen noch gefachsimpelt und Jägerlatein zum Besten gegeben. Nach und nach verschwanden alle in ihren Zelten oder Wohnmobilen. 

Der nächste Morgen begrüsste uns mit einem strahlend blauen Himmel. Die unermüdlichen Gastgeber bereiteten uns ein reichhaltiges Frühstücksbuffet mit Eiern, Speck, Käse, Zopf und vielem mehr.  So gestärkt starteten alle entweder mit einer Runde auf dem Bogenparcours, oder brachten sich Tuning technisch bei Franz Eberhard auf den neusten Stand.  Die eingeladenen JägerInnen konnten sich auch bei einem Schnupperkurs über das jagdliche Bogenschiessen probieren. Alle interessierten erhielten zuerst eine theoretische Einführung von Chris und durften anschliessend 

unter der fachlichen Anleitung von Mitgliedern des Archery Swiss Gossau Vereins das Bogenschiessen gleich praktisch auskosten.

Ich durfte an diesem Wochenende im Saanenland viel neues Lernen und viele interessante Leute kennenlernen. 

Ein riesiges Dankeschön an alle, die dieses grossartige Bogenjgerwochenende möglich gemacht haben, und nicht zuletzt vielen herzlichen Dank an die Bowhunter Saanenland für die feine Bewirtschaftung und tolle Gastfreundschaft. 

Susanna Steiner

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